Auf dem Spotmarkt werden Stromgeschäfte für bestimmte
Stunden des nächsten Tages oder der folgenden Tage (day-ahead-trading)
abgeschlossen. Diese Geschäfte werden direkt am OTC-Markt
(Over-The-Counter-Markt) und an den relevanten Strombörsen
abgeschlossen. Im OTC-Handel sind dies sowohl standardisierte
Produkte für day-ahead-peak und day-ahead-base als auch individuelle
Stunden bzw. Stundenblöcke. Für den German Power Index
(GPI) stellen wir den GPI-Teilnehmern jederzeit ein Kauf- und
Verkaufsangebot.
Der Handel an Strombörsen findet im Day-ahead-Bereich regelmäßig
im Auktionsverfahren statt. Der Preis ergibt sich nach dem Meistausführungsprinzip.
Alle Geschäfte an einer Börse werden anonym getätigt,
d. h., Käufer und Verkäufer kennen sich nicht. Die Börsen
veröffentlichen nach Handelsschluss die Preise und die Umsätze.
Damit sorgt der Börsenhandel für eine hohe Transparenz.
Neben den Energieversorgungsunternehmen handeln auch größere
Unternehmen an den Börsen.
Handel an der European Energy Exchange
Gehandelt werden auf dem Spotmarkt Stromlieferungen für einzelne
Stunden des nächsten Tages (Mindestmenge 1 MW) sowie Blöcke,
d. h. Lieferungen über mehrere Stunden. Neben dem Base-Block
(00:00–24:00) gibt es auch einen Peak-Block (08:00–20:00).
Darüber hinaus werden zehn Blöcke für verschiedene
Day-ahead-Produkte angeboten. Seit Frühjahr 2001 können
an der Futures-Börse der EEX auch Termingeschäfte getätigt
werden.
Over-The-Counter-Handel (OTC-Handel)
Im OTC-Handel verhandeln beide Parteien über die zu liefernde
Menge und den Preis. Um dem OTC-Handel mehr Transparenz zu geben,
werden Indizes veröffentlicht, die die im OTC-Handel getätigten
Geschäfte in einen gewichteten Durchschnittspreis aggregieren.