E.ON Energy Sales, Top-Kunden diskutieren die Perspektiven einer klimaverträglichen Energieversorgung
"Wettbewerbsfähige Energieversorgung und Klimaschutz - Wunsch oder Wirklichkeit?". Diese Fragestellung diskutierten am 22. und 23. Oktober rund 90 Top-Kunden der E.ON Energy Sales (EES) in München.
Freudiges Wiedersehen ließ sich am Morgen des ersten Veranstaltungstages auf der Piazza der E.ON Energie (EEA) in München beobachten. Viele bekannte Gesichter von früheren Kundenveranstaltungen und Messeauftritten kamen aus ganz Deutschland zusammen, um sich über Entwicklungen und Themen der Energiewirtschaft zu informieren. Für den diesjährigen "Energy Day" haben die beiden Geschäftsführer der EES, Jens Nixdorf und Peter Schäfer, ein hochaktuelles politisches Thema aufgegriffen. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen konnten die Teilnehmer zusammen mit E.ON Experten und externen Referenten das Spannungsfeld von Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
Für E.ON steht das Thema Klimaschutz seit längerer Zeit ganz oben auf der Agenda. Daran ließ Peter Schäfer in seinem Einführungsvortrag keine Zweifel aufkommen. Ob es sich um Energieeffizienz, neue Technologien oder innovative Produkte handelt, E.ON ist vorne dabei und wird seine Position weiter ausbauen: "Der E.ON-Konzern investiert hierfür 60 Mrd. Euro bis 2010. Wir bleiben dran!", sagt Schäfer. In Workshops unter der Leitung von E.ON Experten konnten die Teilnehmer anschließend verschiedene Aspekte des Themas vertiefen. Erich Steiner, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Kernkraft, beschäftigte sich in seinem Workshop mit der Sicherheit, der gesellschaftlichen Akzeptanz und den Zukunftsperspektiven der Kernenergie. Nicht ohne Stolz verwies er auf die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der E.ON Kernkraftwerke: "Im europaweiten Vergleich der zehn sichersten Anlagen stellen wir in Deutschland sieben Kraftwerke, davon sind fünf von E.ON." Grünstrom und CO2-Zertifikate standen im Mittelpunkt des zweiten Workshops, den Stefan Ulreich, Experte der E.ON Energy Trading, leitete. Mit großem Interesse diskutierten die Teilnehmer vor allem das Thema CO2-Abscheidung, das sogenannte Carbon Capture and Storage. Von der E.ON Energy Trading aus Düsseldorf war Corinna Prange, Analystin im Bereich Power, nach München gekommen. Sie berichtete über die internationale Strompreisentwicklung und ihre Einflussfaktoren.
Den zweiten Tag der Veranstaltung eröffnete Bernhard Fischer, für die Stromerzeugung verantwortlicher Vorstand der E.ON Energie, mit seinem Vortrag zur Entwicklung des Erzeugungsportfolios des E.ON-Konzerns. Fischer unterstrich die Bedeutung, die dem Klimaschutz in den Planungen des Erzeugungsportfolios zukomme. Er verwies aber auch darauf, dass für E.ON die Balance der Ziele Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit nach wie vor die gültige Basis für die Investitionsentscheidungen sei. "Mit Blick auf diese Balance können wir es uns nicht leisten, auf ein Element im Erzeugungsmix zu verzichten.". Einer der führenden deutschen Klimaforscher, Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, präsentierte anschließend den Teilnehmern den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Klimawandel. Rahmstorf verdeutlichte die Dynamik der Entwicklung und ihre Auswirkungen beispielsweise anhand von Satellitenaufnahmen, die die Halbierung des Umfangs der arktischen Meereisdecke seit 1979 zeigen, oder mit Hilfe einer Simulation des globalen Temperaturanstiegs in den nächsten 100 Jahren. Die Schlussfolgerung des Wissenschaftlers: "Es liegt in unserer Hand, den Temperaturanstieg auf das noch akzeptable Maß von 2 Grad Celsius zu begrenzen. Aber die Zeit läuft uns davon, in 10 Jahren haben wir die Chance verspielt." Konsens über den Klimawandel, in Teilen Uneinigkeit über Ziele und Strategien der Klimaschutzpolitik, so lässt sich die anschließende Podiumsdiskussion resümieren. Neben Bernhard Fischer und Stefan Rahmstorf waren dazu auch Matthias Kopp, Energieexperte des WWF, sowie Michael Süß, Mitglied des Vorstands von Siemens Power Generation, geladen.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Kraftwerksbesuch in Irsching. Dort errichtet E.ON zusammen mit Projektpartnern zwei hocheffiziente Gas- und Dampf-Anlagen mit einem Wirkungsgrad von rd. 60 Prozent. Der Energy Day ist bei den EES-Kunden mittlerweile zu einem unverrückbaren Termin im Kalender geworden. Die Kunden schätzen dabei nicht nur die umfassende Information und konstruktive Diskussion über aktuelle Energietrends, sondern nutzen die Veranstaltung auch, um Kontakte anzubahnen oder zu pflegen. "Eine wirklich gelungene Veranstaltung. Ich komme wieder!", verabschiedet sich ein langjähriger Industriekunde.